Auf den Spuren des Propheten (saw)

17. Oktober 2012

Der Tag begann, wie an jedem Morgen, mit dem Frühgebet um ca. 5:00 Uhr. Fuß an Fuß, Schulter an Schulter stehen wir vor unserem Schöpfer und genießen die wundervolle Koranrezitation des Vorbeters.

Nach dem Gebet sitzen wir noch gemeinsam auf der Dachterrasse der edlen Prophetenmoschee und lesen gemeinsam im heiligen Koran, während uns die ersten Lichtstrahlen den Sonnenaufgang ankündigen.

Heute standen besondere Moscheeführungen auf dem Programm. Ganz in der Nähe der Prophetenmoschee befinden sich nämlich mehrere kleine Moscheen, die jede für sich interessante Geschichten zu erzählen haben. Geschichten, die uns die Zeit unseres geliebten Propheten Muhammad, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, näher bringen. Unsere erste Station machten wir bei der Moschee „Abi Dharr al Rafaarie.“ Dort, wo nun die Moschee steht, betete einst der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm. Dabei befand er sich solange in der Niederwerfung, dass Abdurrahman ibn Auf, der ihn begleitete, die Sorge hatte, Muhammad, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, sei vielleicht gestorben. Tatsächlich jedoch kam der Engel Gabriel zu Muhammad, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, und teilte ihm mit, dass jeder, der den Friedensgruß auf ihn spricht, 10 Friedensgrüße von Allah, dem Erhabenen, empfängt. Und aus Dank für diese wundervolle Botschaft, warf sich der Liebling Allahs nieder.

Unter jenen Moscheen gibt es auch sieben Gotteshäuser, die bereits zur Zeit des Propheten, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, existierten. Darunter auch die zweite Moschee, die wir besuchten – die Moschee „Al-Idschaba.“ Mit dieser Moschee verbindet sich eine weitere bekannte Überlieferung. Einst betete der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Frieden seien auf ihm, ein freiwilliges Gebet in der Moschee Al-Idschaba und bat Allah, den Erhabenen, um drei Dinge. Zum einen bat er darum, dass seine Gemeinschaft nicht durch eine Dürre und auch nicht durch Überschwemmung vernichtet werde. Diese Gebete wurden erhört! Dann bat er darum, dass seine Gemeinschaft von innerislamischer Spaltung bewahrt bleiben möge. Diese Bitte jedoch wurde abgelehnt… Mögen unsere Taten dazu beitragen, die Gemeinschaft der Muslime und der Menschen insgesamt zu einen!

Und während wir in den Fußstapfen unseres Propheten wanderten, erinnerte uns unser Lehrer an Imam Malik, den großen Gelehrten des Islam, der Madinah aus Liebe zum Gesandten Allahs nur zur Hadsch verlassen hatte. Imam Malik nämlich ritt nie mit seinem Reittier durch die Stadt des Propheten,  Allahs Segen und Frieden seien auf ihm. Als er darauf angesprochen wurde, entgegnete er dem Fragenden, dass er den Boden, den der Gesandte Allahs berührte, ausschließlich mit seinen eigenen Füßen berühren wolle…